Jetzt muss ich nur noch überleben

Donnerstag 6 Juni, 19Uhr

Multimedia-Schau: Inge Ginsberg – Die Geschichte einer
schillernden Persönlichkeit mit einem filmreifen Leben

Vorführung und anschliessendes Gespräch mit der Protagonistin

Inge Ginsberg und Vera Markus im Gespräch mit der Journalistin Paula Lanfranconi. Es wird um eine Kollekte gebeten.

Als eine der letzten Zeitzeuginnen vermittelt uns Inge Ginsberg (97) entlang ihrer Lebensgeschichte politische und gesellschaftliche Geschehnisse der vergangenen hundert Jahre. Faszinierend ist nicht nur, was sie zu erzählen hat, sondern wie sie es tut: scharfsinnig, humorvoll und mit Verve.
Inge Ginsberg erzählt von einer behüteten Kindheit im Wien der 1920er Jahre, vom Bruch 1938 durch den Nationalsozialismus, von der Zeit des Untertauchens und der geglückten Flucht in die Schweiz. Sie beschreibt das Leben im Auffanglager Adliswil und wie sie später in einer Villa des amerikanischen Geheimdienstes in Lugano landet. Mit ihrem ersten Mann, dem Komponisten Otto Kollmann, schreibt sie Schlager, die u. a. von Lys Assia und Vico Torriani gesungen werden. Der Erfolg bringt die beiden schliesslich nach Hollywood. Später lebt sie in Israel und Ecuador.
Inge Ginsberg hat als Journalistin bei der Weltwoche gearbeitet, Bücher publiziert und schreibt noch heute täglich Gedichte. lm hohen Alter ist sie zudem zum Liedtexten zurückgekehrt und rappt zum Sound einer New Yorker Metal Band. Die Multimedia-Schau der Fotografin Vera Markus wurde mit dem Omanut-Zwillenberg Förderpreis ausgezeichnet.

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